INHALTE


Initiative für eine zeitgemässe Musikförderung.

97 % aller Beiträge der Kulturabteilung BS gehen an die Klassik. Damit endlich auch alle anderen Musikstile angemessen berücksichtigt werden, kämpfen wir für eine Erhöhung der Fördergelder.

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Die Förderung bildet einen Grossteil der heutigen Gesellschaft nicht ab. 97 % des Musikbudgets der Kulturabteilung BS gehen an die Klassik, für alle anderen Genres bleiben 3 %. Pop, Rock, Jazz, improvisierte Musik, Metal, Experimental, Hip-Hop und weitere Musikstile werden von vielen Menschen gehört, geliebt, geteilt und müssen deshalb auch angemessen gefördert werden.


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Die Verteilung trägt dem heutigen Musikschaffen zu wenig Rechnung. Die Kulturabteilung BS fördert die Musik mit 15 Millionen Franken pro Jahr. Über 14.6 Millionen gehen an Institutionen, davon 14.3 Millionen an Orchester. Freischaffende erhalten insgesamt knapp 400’000 Franken, obwohl sie mit ihrer Musik jene Vielfalt schaffen, welche das Kulturgesetz des Bundes fordert.


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Die Voraussetzungen für freischaffende professionelle Musiker*innen sind aktuell sehr unterschiedlich.In den bestehenden Fördergefässen werden viele Musikgenres nicht oder ungenügend berücksichtigt. Das Fördersystem ist unübersichtlich, einheitliche finanzielle und strukturelle Kriterien fehlen weitgehend.


FORDERUNGEN


Wir fordern von der Kantonsregierung und ihrer Kulturabteilung, dass sie sich zur öffentlichen Relevanz aller Musikstile bekennt und entsprechende finanzielle Mittel dafür bereitstellt.


Wir fordern ein starkes Departement Musik mit einer visionären Leitung. Diese schafft Voraussetzungen, um die inhaltliche und strukturelle Entwicklung der Musik im gesellschaftlichen Kontext voranzutreiben. Neue Fördergefässe müssen diesem Anspruch Rechnung tragen und dürfen in ihrer Ausgestaltung keinen Einfluss auf die künstlerischen Inhalte nehmen.


Alle Musikgenres werden in einem gemeinsamen Fachausschuss Musik für freischaffende Musiker*innen gebündelt. Der neue Fachausschuss Musik arbeitet mit einer paritätisch zusammengesetzten Vergabekommission und einheitlichen Kriterien. Damit wird auch die Förderung des professionellen Musikschaffens in den Bereichen Jazz, Rock, Pop, improvisierte Musik, Metal, Volksmusik, Experimental, Hip-Hop usw. innerhalb der Kulturabteilung verankert, gemeinsam mit Klassik, Alter Musik und klassischer zeitgenössischer Musik.

Wir fordern eine Projektförderung, die für alle Musikgenres zugänglich ist.

Wir fordern eine Spielstättenförderung, in der unterschiedliche Musikgenres gleichwertig berücksichtigt werden.

Wir fordern, dass die öffentliche Musikförderung künftig Jugendkultur und professionelles Musikschaffen trennt.